FREIHEIT · Digitale Souveränität
EU Tech Sovereignty Package:
Was das für Ihr Unternehmen bedeutet
Am 27. Mai 2026 legt die EU-Kommission das weitreichendste Digitalgesetz seit der DSGVO vor. US-Cloud-Dienste sollen für sensible Daten eingeschränkt werden. Was kommt — und was Sie schon heute tun können.
Was kommt am 27. Mai?
Die Europäische Kommission wird an diesem Tag ihr Tech Sovereignty Package vorlegen — das bisher weitreichendste Digitalgesetzpaket nach der DSGVO. Im Kern besteht es aus zwei Teilen:
Der Cloud and AI Development Act (CADA) soll die EU-Kapazitäten bei Rechenzentren verdreifachen, einheitliche Anforderungen an Cloud-Anbieter für den öffentlichen Sektor schaffen und — das ist das Entscheidende — den Einsatz von US-Cloud-Diensten für sensible Regierungsdaten einschränken. Konkret betroffen: Gesundheitsdaten, Finanzdaten, Justizdaten.
Der Chips Act 2.0 zielt auf die Halbleiterproduktion — weniger direkt relevant für KMU, aber Teil desselben strategischen Rahmens: Europa will seine Abhängigkeit von außereuropäischen Lieferketten verringern.
Das Paket schichtet sich über bereits bestehende Regelwerke: DSGVO, NIS2, DORA, den EU Data Act und den EU AI Act. Es ist kein Neuanfang — es ist die Konsequenz aus Jahren regulatorischer Reibung mit US-Technologiekonzernen.
Der Grund hinter dem Gesetz: Der CLOUD Act
Um zu verstehen, warum die EU diesen Schritt geht, muss man den CLOUD Act der USA von 2018 verstehen. Dieses Gesetz verpflichtet US-Unternehmen dazu, auf Anfrage US-amerikanischer Behörden Kundendaten herauszugeben — unabhängig davon, wo diese Daten physisch gespeichert sind.
Das bedeutet: Wenn Ihre Patientenakten, Gehaltsabrechnungen oder Vertragsunterlagen auf Servern von Amazon, Microsoft oder Google liegen, können US-Behörden im Zweifelsfall Zugriff verlangen. Nicht hypothetisch. Rechtlich bindend.
Ein Rechenzentrum in Frankfurt ändert daran nichts. Entscheidend ist, wer die Software betreibt — nicht, wo der Server steht.
Was das konkret heißt
Ihre Buchhaltung in einer US-Cloud. Ihre Patientendaten in einer US-Cloud. Ihre internen Kommunikation in einer US-Cloud. All das kann von US-Behörden angefordert werden — und der Anbieter muss liefern, ohne Sie informieren zu müssen.
Betrifft das nur den öffentlichen Sektor?
Direkt: zunächst ja. Die geplanten Einschränkungen richten sich an Behörden, Krankenhäuser, Gerichte und Finanzbehörden. Private Unternehmen können weiterhin frei wählen.
Aber: Die regulatorische Richtung ist eindeutig. Wer heute Kunden im Gesundheitswesen, in der Pflege oder im Sozialwesen bedient — oder selbst in diesen Bereichen tätig ist —, wird den Druck spüren. Ausschreibungen werden Souveränitätsanforderungen enthalten. Partnerschaftsverträge auch.
Und wer nicht wartet, bis er muss, gewinnt einen Vorsprung.
Klarheit. Rhythmus. Freiheit. — Die drei Türen
Digitale Souveränität ist kein Projekt. Es ist eine Architekturentscheidung — eine, die man nicht rückgängig machen kann, wenn man sie einmal getroffen hat.
Wir denken das in drei Schichten:
Ihr operatives Rückgrat auf Ihrem Server. Buchhaltung, Einkauf, Lager, Projekte — ohne fremde Hände. Kein CLOUD Act. Kein Abo, das morgen teurer wird.
Workflows, die laufen — auch wenn Sie schlafen. n8n-basiert, selbst gehostet, vollständig unter Ihrer Kontrolle. Keine Abhängigkeit von US-Automatisierungsplattformen.
Fotos, Dateien, Kommunikation — alles auf Ihrem Server. Kein Fremdzugriff. Kein Compliance-Risiko. Ihr Raum. Simply Yours.
Was Sie heute schon tun können
Das EU Tech Sovereignty Package muss noch durch alle 27 Mitgliedstaaten — das dauert. Aber der strukturelle Schutz, den es fordert, ist heute verfügbar. Selbst gehostete Software auf europäischen oder eigenen Servern ist der einzige Weg, dem CLOUD Act wirklich zu entgehen.
Das ist keine politische Überzeugung. Das ist Vertragsrecht.
Unternehmen, die heute den Schritt machen, haben in zwei Jahren einen Vorsprung, den Nachzügler teuer erkaufen müssen — mit Migrationskosten, Compliance-Aufwand und dem Vertrauen ihrer Kunden.
Simply Yours.
Ihr Raum. Ihre Regeln. Ihre Daten.
Wir zeigen Ihnen, welche Schicht für Ihren Betrieb zuerst sinnvoll ist — ohne Druck, ohne Verkaufsgespräch.
Ihren Raum erkunden →FAQ: EU Tech Sovereignty Package
Was ist das EU Tech Sovereignty Package?
Das EU Tech Sovereignty Package ist ein Gesetzespaket der Europäischen Kommission, das am 27. Mai 2026 präsentiert wird. Es enthält den Cloud and AI Development Act (CADA) und den Chips Act 2.0. Ziel: Europas digitale Abhängigkeit von US-Technologieanbietern reduzieren und den Einsatz von US-Cloud-Diensten für sensible Daten im öffentlichen Sektor einschränken.
Betrifft das Tech Sovereignty Package auch private Unternehmen?
Die direkten Einschränkungen zielen zunächst auf den öffentlichen Sektor (Gesundheit, Justiz, Finanzen). Private Unternehmen können aktuell weiterhin US-Cloud-Dienste nutzen. Allerdings zeigt die regulatorische Richtung klar: Wer heute auf fremde Server setzt, baut auf Sand. Der CLOUD Act der USA erlaubt US-Behörden weiterhin Zugriff auf Daten — unabhängig vom Serverstandort.
Was ist der CLOUD Act und warum ist er relevant?
Der CLOUD Act (Clarifying Lawful Overseas Use of Data Act) von 2018 verpflichtet US-Unternehmen, auf Anfrage US-amerikanischer Behörden Kundendaten herauszugeben — auch wenn diese auf Servern in Europa liegen. Microsoft, Amazon und Google fallen alle unter dieses Gesetz. Das EU Tech Sovereignty Package ist eine direkte Reaktion darauf.
Welche Daten sind laut EU Tech Sovereignty Package besonders geschützt?
Das Paket zielt insbesondere auf Gesundheitsdaten, Finanzdaten und Justizdaten im öffentlichen Sektor. Diese sollen nicht mehr über US-Cloud-Anbieter verarbeitet werden dürfen. Für Unternehmen im Gesundheitswesen, Pflege, Sozialwesen und Finanzdienstleistungen ist das besonders relevant.
Was kann ein Unternehmen heute schon tun, um digital souverän zu werden?
Selbst gehostete Software auf eigenen oder europäischen Servern ist die strukturelle Antwort. Das bedeutet: eigene Datenbank, eigener Server, kein US-CLOUD-Act-Risiko. Lösungen wie selbst gehostete Plattformen für Betrieb, Automatisierung und Dateiverwaltung ersetzen heute alle gängigen US-Cloud-Dienste — zu einem Bruchteil der Kosten.